Die häufigsten Virentypen
Dateiviren / Programmviren - verstecken sich in ausführbaren Dateien, häufig mit der Endung *.exe, *.com oder *.dll. Sie hängen sich an die Programme an und gelangen beim Ausführen in den Arbeitsspeicher, von wo aus sie jedes gestartete Programm infizieren und sich so weiter verbreiten können.
Makroviren - machen etwa 80 Prozent aller Vireninfektionen aus. Dieser Virentyp befällt Dokumente, die Makros enthalten können, bespielsweise Dateien der Programme Word ( *.doc) oder Excel (*.xls).
Skriptviren - sind z.B. in HTML- oder XML-Dateien anzutreffen. Dort fügt sich das Skriptvirus in einen speziellen Bereich (Skriptbereich), welcher in vielen Internetseiten enthalten ist, ein. Die meisten Internetbrowser laden den Skriptbereich bei Aufruf des HTML-Dokuments standardmäßig mit und führen ihn aus.
Bootsektor-Viren - befallen den Teil eines Datenträgers, der beim Booten (Hochfahren, Starten des Rechners) zuerst gelesen wird. Der Virus wird aktiv und überträgt sich auf die Festplatte, wenn Sie von infizierten Disketten booten.
Stealthviren - benutzen Tricks, um sich vor Antivirenprogrammen regelrecht zu verstecken. Um ihre Existenz zu verschleiern werden Systemaufrufe abgefangen, so dass man beispielsweise bei Abfragen nach der Dateigröße oder des Erstellungsdatums falsche Angaben erhält.
Polymorphe Viren - verändern ihre Gestalt immer wieder und erschweren damit ihre Erkennung. Durch teilweise Verschlüsselung und Zufallsroutinen entstehen neue Varianten des Virus.
Retroviren - verfolgen das Ziel, Schutzprogramme wie Antivirenscanner und Firewalls zu deaktivieren. Damit schützen sie sich selbst vor Entdeckung und halten anderen Schadprogrammen die Tür offen.
Trojaner / Trojanische Pferde - sind gut versteckte Schädlinge, die vorgeben, einem nützlichen, guten Zweck zu dienen. In Wahrheit haben sie aber die Aufgabe, heimlich fremde PCs auszuspionieren oder Daten zu zerstören.
Würmer - sind eigenständige Programme, die sich über Computernetzwerke wie das Internet vermehren, meist in Form von E-Mails. Sie werden aktiv, wenn der E-Mail-Anhang geöffnet wird und nutzen Adresslisten und Kontakte des E-Mail-Programms, um sich an gefundene Adressen weiter zu versenden.